Kuba: Kreditkarte, Bargeld und Währung 2026 einfach erklärt

Wer aus der Schweiz nach Kuba reist, sollte das Thema Geld früher klären als bei vielen anderen Reisezielen. In Kuba funktioniert Bezahlen nicht immer so, wie man es aus Europa kennt. Karten können ausfallen, Geldautomaten haben nicht immer Bargeld, Wechselkurse ändern sich und viele private Anbieter bevorzugen Bargeld.

Genau deshalb gehört Geld Kuba Schweiz zur Reisevorbereitung wie Pass, Visum, Versicherung und Unterkunft. Für Schweizer Reisende gilt 2026 vor allem: genug Bargeld mitnehmen, sich nicht allein auf eine Karte verlassen und vor der Abreise die aktuellen Reisehinweise des EDA prüfen. Das EDA weist darauf hin, dass Schweizer Bankkarten, Postfinance, Reiseschecks sowie gewisse Kreditkarten in Kuba nicht oder nur stark eingeschränkt funktionieren. Es empfiehlt genug Bargeld in Euro oder USD für die gesamte Aufenthaltsdauer.

Kuba Währung 2026: Der kubanische Peso CUP erklärt

Die Landeswährung ist der kubanische Peso, kurz CUP. Ein kubanischer Peso ist in 100 Centavos unterteilt. Der CUP wird im Alltag für viele lokale Zahlungen genutzt, etwa auf Märkten, in einfachen Restaurants oder für Trinkgeld. Die offizielle Tourismus-Webseite Kubas nennt den CUP als nationale Währung.

Den früheren CUC gibt es nicht mehr. Der kubanische Convertible Peso wurde im Zuge der Währungsreform abgeschafft. Wenn irgendwo noch von CUC gesprochen wird, handelt es sich meist um veraltete Informationen oder alte Reiseberichte.

Beim Thema MLC entsteht oft Verwirrung. MLC ist keine normale Bargeldwährung, die man wie Euro oder Franken in der Tasche trägt. Gemeint ist eine frei konvertierbare Deviseneinheit, die vor allem bei Prepaid-Karten und bestimmten staatlichen Verkaufsstellen eine Rolle spielt. CADECA bietet weiterhin Prepaid-Karten in frei konvertierbarer Währung an, die mit Euro, Schweizer Franken und weiteren Währungen gekauft werden können.

Praktisch heisst das: Planen Sie mit CUP für lokale Ausgaben, mit Euro oder Schweizer Franken als Bargeldreserve und bei Bedarf mit einer kubanischen Prepaid-Karte für bestimmte Devisenzahlungen.

Kuba Kreditkarte: Welche Karten funktionieren 2026?

Beim Thema Kuba Kreditkarte hat sich die Lage 2026 stark verändert. Früher wurden Visa und Mastercard in grösseren Hotels, Autovermietungen oder staatlichen Stellen teilweise akzeptiert. Seit dem 6. Juni 2026 sind Zahlungen mit Visa und Mastercard laut deutschem Auswärtigem Amt in Kuba bis auf Weiteres nicht mehr möglich. Auch Bargeldbezüge an Automaten sind von den Einschränkungen betroffen.

Das ist für Schweizer Reisende relevant, auch wenn die Information nicht direkt aus der Schweiz stammt. Das EDA warnt schon länger, dass Zahlungen und Bargeldbezüge mit Schweizer Bankkarten, Maestro, Visa, Postfinance, Reiseschecks und gewissen Kreditkarten nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich sind. Reisende sollen sich frühzeitig bei Bank oder Kartenanbieter erkundigen.

American Express, Diners Club und Karten US-amerikanischer Institute waren in Kuba schon vorher problematisch. Die offizielle Cuba Travel Seite weist darauf hin, dass Karten von US-Instituten nicht funktionieren und Reisende vorab prüfen sollen, ob ihre Karte mit einer US-Bank verbunden ist.

Auch Schweizer Karten können betroffen sein, wenn im Hintergrund US-Clearing, US-Dienstleister oder internationale Zahlungsnetzwerke beteiligt sind. Die Folge ist simpel: Eine Karte kann geeignet aussehen und trotzdem vor Ort abgelehnt werden.

Bargeld Kuba: Wie viel sollte man mitnehmen?

Beim Thema Bargeld Kuba gibt es keine perfekte Zahl, weil Reiseart, Unterkunft und Verpflegung stark variieren. Wer im bereits bezahlten Hotel wohnt, braucht weniger Bargeld als jemand, der in Casas particulares schläft, privat isst und Transfers vor Ort bezahlt.

Als Faustregel sind 80 bis 120 Euro pro Person und Reisetag ein vorsichtiger Rahmen für Individualreisende. Wer viele Leistungen schon vorab bezahlt hat, kann darunter liegen. Wer Rundreisen, private Transfers und Ausflüge vor Ort bezahlt, sollte höher planen.

Für eine Woche sind 600 bis 900 Euro pro Person als Reserve realistisch. Für zwei Wochen eher 1.200 bis 1.800 Euro. Das klingt viel, hat aber einen Grund: Wenn Karten nicht funktionieren und Automaten leer sind, ist Bargeld die beste Absicherung.

Nehmen Sie nicht nur grosse Scheine mit. Kleine Euro-Noten sind sehr hilfreich, etwa 5, 10 und 20 Euro. Grosse Scheine können Probleme machen, weil Wechselgeld fehlt. Bargeld sollte auf mehrere Orte verteilt werden: ein Teil am Körper, ein Teil im Hotelsafe, ein Teil im Gepäck. Das EDA rät wegen der Kriminalitätslage ausdrücklich, nur wenig Geld auf sich zu tragen und Dokumente im Hotelsafe zu deponieren.

Wo Geld wechseln: CADECA Kuba, Bank oder Hotel?

Offiziell sollte Fremdwährung nur bei staatlich anerkannten Stellen gewechselt werden. Dazu gehören CADECA-Wechselstuben und kubanische Banken. Das EDA nennt genau diese Stellen als erlaubte Wechselorte.

CADECA Kuba ist für viele Reisende die naheliegende Option. Die Wechselstuben gibt es an Flughäfen, in touristischen Zonen und in vielen Städten. Die offizielle CADECA-Seite zeigt aktuelle Wechselkurse und nennt am 2. Juli 2026 unter anderem Kurse für CHF, EUR und USD. Für Schweizer Franken lag der Ankauf bei 723.42794 CUP und der Verkauf bei 752.36506 CUP, bei Euro bei 665.90550 CUP Ankauf und 692.54172 CUP Verkauf.

Banken können ebenfalls wechseln, sind aber oft langsamer. Hotels sind bequemer, bieten aber nicht immer den besten Kurs und haben manchmal nur begrenzt Bargeld verfügbar.

Der inoffizielle Wechselmarkt kann bessere Kurse bieten, ist aber riskant. Falschgeld, Betrug und Ärger mit Behörden sind reale Risiken. Für Reisende ohne Erfahrung vor Ort ist der offizielle Weg sicherer.

Wechselkurs Kuba: Warum der Kurs verwirren kann

Der Wechselkurs Kuba ist für viele Reisende schwer zu verstehen, weil es offizielle Kurse, touristische Kurse und informelle Kurse geben kann. Praktisch zählt vor der Reise vor allem der aktuelle CADECA-Kurs.

Trotzdem sollten Sie Preise vor Ort immer in der verlangten Währung prüfen. Ein Taxi kann in Euro, CUP oder manchmal in USD genannt werden. Fragen Sie klar nach, bevor Sie einsteigen. Wer alles nur in Euro bezahlt, bekommt Wechselgeld oft in CUP und nicht immer zu einem guten Kurs.

Geld abheben in Kuba: Funktioniert das noch?

Geld abheben in Kuba sollte 2026 nicht als feste Geldquelle eingeplant werden. Schon vor der Visa- und Mastercard-Einschränkung waren Automaten unzuverlässig. Es konnte passieren, dass Automaten leer waren, keine Verbindung hatten oder die Karte nicht angenommen wurde.

Das Auswärtige Amt weist auf Einschränkungen bei der Bargeldversorgung an Geldautomaten hin. Automaten seien teils nicht in Betrieb oder hätten keine Verbindung zum internationalen Zahlungsverkehr. Empfohlen wird ausreichend Bargeld in Euro.

Für Schweizer Reisende heisst das: Ein Geldautomat kann helfen, darf aber nicht der Plan A sein. Prüfen Sie vor der Abreise bei Ihrer Bank, ob Kuba gesperrt ist, ob Bargeldbezüge erlaubt sind und ob es Tageslimiten gibt. Verlassen Sie sich trotzdem nicht darauf.

Überweisungen und Notfallgeld aus der Schweiz

Notfallgeld nach Kuba zu bekommen, ist komplizierter als in vielen anderen Ländern. Internationale Geldtransfers können durch Sanktionen, lokale Partnerbanken, technische Probleme und Annahmestellen eingeschränkt sein. Swiss Bankers empfiehlt für Kuba Bargeld in Euro und Schweizer Franken zum Umtausch in die Landeswährung.

Wer in eine Notlage gerät, sollte zuerst Reiseversicherung, Bank, Reiseveranstalter und die Schweizer Vertretung kontaktieren. Das EDA verweist bei Notlagen auf die Schweizer Botschaft in Havanna und die Helpline EDA. Sinnvoll ist, vor der Reise eine Vertrauensperson in der Schweiz festzulegen, die Kopien von Pass, Versicherungsnachweis, Flugplan und Unterkunft hat.

Praktische Tipps für Kleingeld, Trinkgeld und Märkte

Kuba ist im Alltag stark bargeldorientiert. Für kleine Ausgaben brauchen Sie kleinere Scheine, etwa für Trinkgeld, Toiletten, Snacks, Märkte, Taxifahrten oder Gepäckhilfe.

Trinkgeld wird in touristischen Bereichen oft in Euro akzeptiert. Kleine Euro-Scheine sind dafür praktisch. Münzen sind weniger beliebt, weil sie für Einheimische schwerer zu wechseln sind. Besser sind kleine Scheine oder CUP.

Auf Märkten, bei privaten Anbietern und in einfachen Lokalen sollten Sie in CUP zahlen können. Fragen Sie immer vorher nach dem Preis und nach der Währung. Ein Betrag von 1.000 kann je nach Kontext etwas völlig anderes bedeuten, wenn nicht klar ist, ob CUP, Euro oder USD gemeint ist.

Nehmen Sie eine kleine Geldbörse für den Tag mit und lassen Sie die grössere Reserve sicher verwahrt. Was sonst noch in den Koffer gehört, finden Sie in der Kuba Packliste 2026.

Geldplanung gehört zur Einreisevorbereitung

Geld ist Teil der Reisevorbereitung. Bei der Einreise können Nachweise eine Rolle spielen, etwa Versicherung, Unterkunft, Rückflug und die digitalen Angaben zur Reise. Einen Überblick finden Sie unter Einreisebestimmungen Kuba und Einreise nach Kuba für Schweizer.

Das digitale D’Viajeros-Formular gehört ebenfalls zur Vorbereitung. Wer das Gesamtbudget plant, sollte auch die Visumkosten einrechnen. Mehr dazu finden Sie im Beitrag Kuba Visum Kosten.

Fazit: Für Kuba lieber mehr Bargeld und weniger Vertrauen in Karten

Geld Kuba Schweiz ist 2026 ein Thema, das man nüchtern planen sollte. Der kubanische Peso CUP ist die Landeswährung. Der CUC ist Geschichte. MLC spielt noch bei Prepaid-Karten und bestimmten Devisenzahlungen eine Rolle, ist aber keine normale Bargeldwährung für Reisende.

Nehmen Sie genug Bargeld mit. Euro und Schweizer Franken sind für Schweizer Reisende meist sinnvoller als die Hoffnung auf funktionierende Karten. Visa und Mastercard sind seit Juni 2026 nicht mehr verlässlich nutzbar, US-basierte Karten funktionieren ohnehin nicht, und Automaten können ausfallen.

Prüfen Sie vor der Abreise Ihre Unterlagen, Ihr Budget und Ihre Zahlungsmittel. Wenn Sie Ihre Kuba-Reise vorbereiten, starten Sie mit den Einreisebestimmungen Kuba, prüfen Sie das D’Viajeros-Formular und planen Sie Ihr Bargeld so, dass Sie auch ohne Karte mehrere Tage zurechtkommen.